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Schizophrenie und bipolare Störung – Ein Leben der Extreme

Bipolare StörungGenie und Wahnsinn, Himmelhoch jauchzend und zutiefst betrübt, diese beiden Phrasen aus dem Volksmund tragen mehr Wahrheit in sich, als man es wahrscheinlich vermutet, wenn man sich ihrer bedient.

Große Künstler, Denker, Erfinder der Menschheit vereinten Genie und Wahnsinn, viele berichteten vom urplötzlichen Kuss der Muse und einer Periode höchsten Schaffensdranges, sowie von Phasen des Realitätsverlustes, Phasen, in denen Verfolgungswahn und Wahnvorstellungen die Genies in psychiatrische Einrichtungen trieben oder in denen die überdurchschnittlich ehrgeizigen Menschen in ein tiefes Loch aus Depressionen und Antriebslosigkeit fielen. Wer unter Schizophrenie oder einer bipolaren Störung leidet, dürfte diese episodischen Extreme kennen.

Schizophrenie, ein relativ geläufiger Begriff, bezeichnet eine psychische Erkrankung, die durch Realitätsverlust in Form von Halluzinationen, Wahnvorstellungen und Verfolgungswahn, eine Verminderung der Konzentrationsfähigkeit und des sozialen Antriebs, sowie Denk- und Sprachstörungen gekennzeichnet ist. Psychotische Episoden bedürfen zumeist einer stationären Behandlung, um sich selbst und andere nicht zu gefährden.


Befindet sich der Betroffene nicht in einer akuten, psychotischen Episode, können die verminderte Fähigkeit, logische Zusammenhänge zu erkennen und das erweiterte, assoziative Denken zu einem Maß an Kreativität beitragen, das großen Menschen dazu verhalf, Unmögliches möglich zu machen.

Die Bipolare Störung beschreibt eine psychische Erkrankung, bei der Betroffene phasenweise übertrieben motiviert, selbstbewusst und voller Tatendrang sind, aber auch Phasen schwerster Depression und Antriebslosigkeit erleben, die nicht selten in den Substanzenmissbrauch und Suizid treiben.

Beiden Erkrankungen liegt eine genetische Disposition zugrunde. Die Erforschung der beteiligten Gene kann bereits erste Erfolge verzeichnen, dennoch spielen noch weitere Faktoren eine entscheidende Rolle bei der Entstehung einer der beiden Erkrankungen.

Die Einfluss nehmenden Faktoren reichen von biologischen Ursachen, wie ein veränderter Gehirnstoffwechsel oder veränderte Hirnfunktionen, bis hin zu komplexen psychosozialen Faktoren und Stress.

Wenn Sie mehr zum Thema erfahren möchten, können Sie hier Informationen zu bipolaren Erkrankungen finden.


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