Mitesser entfernen: Strategien, die wirklich helfen

Mitesser auf der Nase (Thamkc - Depositphotos)

Mitesser – kleine schwarze Punkte auf Nase, Stirn und Kinn – sind für viele ein alltägliches Ärgernis. Sie entstehen, wenn Talg und abgestorbene Hautzellen die Poren verstopfen und sich an der Oberfläche dunkel verfärben. Obwohl sie medizinisch meist harmlos sind, empfinden Betroffene sie oft als störend. Kein Wunder also, dass die Nachfrage nach Tipps zur Entfernung groß ist. Doch welche Methoden helfen wirklich und welche Mythen halten sich hartnäckig? In diesem Artikel erfährst du, wie Mitesser entstehen, wie du sie sanft entfernst und welche Strategien langfristig für reine Haut sorgen können.


Wie entstehen Mitesser?

Mitesser, auch Komedonen genannt, entstehen durch verstopfte Poren. In den Talgdrüsen wird Hautfett gebildet, das die Haut geschmeidig hält. Wenn jedoch zu viel Talg produziert wird oder abgestorbene Hautzellen nicht rechtzeitig abtransportiert werden, verstopfen die Poren. Der darin eingeschlossene Talg oxidiert an der Luft und färbt sich dunkel – das typische Erscheinungsbild von Mitessern.

Häufige Ursachen sind:

  • hormonelle Schwankungen (z. B. Pubertät oder Menstruationszyklus)
  • fettige Haut und überaktive Talgdrüsen
  • nicht komedogene Pflegeprodukte, die die Poren verstopfen
  • Umwelteinflüsse wie Schmutz, Feinstaub oder Schweiß
  • ungünstige Ernährungsgewohnheiten, viel Zucker oder Milchprodukte

Methoden zur Entfernung von Mitessern

Wer Mitesser loswerden will, hat die Wahl zwischen verschiedenen Methoden. Wichtig ist, dabei sanft vorzugehen, um die Haut nicht zusätzlich zu reizen.

1. Sanfte Reinigung

Eine milde Reinigung am Morgen und Abend ist der erste Schritt. pH-neutrale Waschgele mit Inhaltsstoffen wie Salicylsäure oder Niacinamid helfen, die Poren frei zu halten. Stark schäumende oder alkoholhaltige Produkte können dagegen die Haut austrocknen und die Talgproduktion anregen – was das Problem verschlimmern kann.

2. Peelings gegen verstopfte Poren

Chemische Peelings mit Salicylsäure (BHA) oder Fruchtsäuren (AHA) wirken besonders effektiv, da sie tief in die Poren eindringen und Ablagerungen lösen. Mechanische Peelings mit groben Körnern sind dagegen oft zu aggressiv und können Mikroverletzungen verursachen.

3. Mitesser-Strips – hilfreich oder schädlich?

Die bekannten Nasen-Strips können kurzfristig helfen, indem sie Mitesser aus der obersten Hautschicht ziehen. Allerdings reizen sie die Haut und entfernen oft auch schützende Hautfette. Daher sind sie nur als gelegentliche Notlösung sinnvoll, nicht für den regelmäßigen Gebrauch.

4. Dampfbäder und Masken

Ein Dampfbad öffnet die Poren und erleichtert die anschließende Reinigung. Masken mit Heilerde, Aktivkohle oder Tonerde binden überschüssigen Talg und wirken entzündungshemmend. Solche Anwendungen können ein- bis zweimal pro Woche in die Hautpflege integriert werden.

5. Professionelle Ausreinigung

Dermatologen oder Kosmetikerinnen bieten professionelle Ausreinigungen an, bei denen Mitesser schonend entfernt werden. Diese Methode ist besonders bei hartnäckigen Fällen sinnvoll, da sie das Risiko von Entzündungen und Narbenbildung verringert.


Vorbeugung: So beugst du neuen Mitessern vor

Mitesser kommen oft wieder, wenn die Ursachen nicht angegangen werden. Mit den folgenden Strategien kannst du das Risiko neuer Mitesser deutlich verringern:

  • Regelmäßige Hautpflege: Sanfte Reinigung, Feuchtigkeitspflege und Sonnenschutz gehören zur Basisroutine. Achte auf Produkte, die als „nicht komedogen“ gekennzeichnet sind.
  • Gesunde Ernährung: Weniger Zucker, Weißmehlprodukte und Milch können helfen, das Hautbild zu verbessern. Lebensmittel mit Omega-3-Fettsäuren und viel Gemüse wirken entzündungshemmend.
  • Stress reduzieren: Stresshormone wie Cortisol können die Talgproduktion anregen. Ausgleich durch Sport, Meditation oder Spaziergänge kann sich positiv auswirken.
  • Genug Schlaf: In der Nacht regeneriert sich die Haut. Wer dauerhaft zu wenig schläft, riskiert ein unruhigeres Hautbild.
  • Hygiene beachten: Handys regelmäßig reinigen, Kopfkissenbezüge wechseln und beim Sport auf atmungsaktive Kleidung achten.

Häufige Mythen über Mitesser

  • „Mitesser entstehen durch Schmutz.“ – Falsch. Sie entstehen durch überschüssigen Talg, nicht durch mangelnde Hygiene.
  • „Man muss Mitesser nur ausdrücken.“ – Riskant. Durch falsches Ausdrücken können Entzündungen und Narben entstehen.
  • „Nur Jugendliche haben Mitesser.“ – Stimmt nicht. Auch Erwachsene können betroffen sein, besonders in stressigen Phasen oder bei hormonellen Schwankungen.

Fazit

Mitesser loszuwerden erfordert Geduld und die richtige Pflege. Aggressives Drücken oder übermäßige Behandlung verschlimmern das Problem oft. Stattdessen sind sanfte Reinigungsmethoden, gezielte Wirkstoffe wie Salicylsäure und eine gesunde Lebensweise langfristig der beste Weg zu reiner Haut. Wer unter sehr hartnäckigen Mitessern leidet, sollte nicht zögern, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. So lassen sich nicht nur Mitesser effektiv behandeln, sondern auch neue Ausbrüche vorbeugen.


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